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Patientenverfügung

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, eine Patientenverfügung zu verfassen. Bevor man aber eine solche schreibt, muss man selber wissen, was man eigentlich will. Für die meisten Menschen ist das das Schwierigste. Diskussionen mit dem Hausarzt, den Familienangehörigen und/oder guten Freunden können da viel helfen. Gross ist die Angst, dass im entscheidenden Moment die mit grossem Aufwand verfasste Verfügung vom behandelnden Arzt nicht anerkannt wird. Klare Gesetze gibt es bisher in keinem Kanton, Ansätze dazu in einigen. Gesetzlich festgelegt ist nur, dass ein Arzt keine Behandlung ohne Einwilligung des Patienten durchführen darf. 

Der Schweizerische Seniorenrat ist der Meinung, dass mehr derartige Verfügungen verfasst werden müssten, um die gesetzlichen Voraussetzungen zu verbessern, und er hat daher alle Altersorganisationen aufgefordert, Schritte zu unternehmen, ihre Mitglieder besser zu informieren. Der SVNW hat aus diesem Grund in enger Zusammenarbeit mit der Leitung des Bethesda-Spitals in Basel im April 2005 eine gut besuchte Podiumsveranstaltung durchgeführt, an der ein in der Region bekannter Hausarzt, eine Juristin und ein Theologe in Kurzreferaten auf  das Thema eingegangen sind und anschliessend während fast einer Stunde Fragen beantwortet haben. Der Haupttenor der Vertreter aller drei Fakultäten war, dass jede vorliegende Verfügung die Entscheidungen des verantwortlichen Arztes wesentlich erleichtern würde, vor allem, wenn der Hausarzt und die Angehörigen einbezogen worden sind. 

Eine summarische Umfrage bei den wichtigsten Anbietern von Patientenverfügungen hat ergeben, dass das Interesse daran stark gestiegen ist. Auch die Medien greifen das Thema vermehrt auf.

Vergessen wir nicht, dass gesetzliche Regelungen praktisch erst dann durchzusetzen sind, wenn möglichst viele Menschen eine Patientenverfügung ausgefüllt haben. Nehmen Sie daher möglichst bald Kontakt mit einem Anbieter von Patientenverfügungen Kontakt auf.

Städtische Umwelt im Alter

Im Kanton Basel-Stadt sind sechs Arbeitsgruppen an der Arbeit, die von der Universität Basel veröffentlichte Studie  zu vertiefen und der Regierung Vorschläge zu machen. Das war im Stadtkanton einfacher, weil die Kantonsregierung gleichzeitig in den meisten Belangen für die Gemeindeangelegenheiten zuständig ist. Im Kanton Basel-Landschaft mit seinen 86 Gemeinden sind unsere Möglichkeiten vor allem aus Kapazitätsgründen noch sehr begrenzt. Zurzeit suchen wir mit dem Verband Baselbieter Gemeinden Möglichkeiten, den Kontakt mit den Gemeinden zu vereinfachen.